SmallCap-Fonds



Siemens, Deutsche Bank und Daimler Benz - diese "Blue Chips" der deutschen Börse sind auch Anlegern ein Begriff, die in ihrem ganzen Leben noch nicht eine einzige Aktie besessen haben. Bei Titeln aus der zweiten Reihe wie Beiersdorf, Dyckerhoff oder Jungheinrich wird es dann schon etwas schwieriger. Und wissen Sie, womit Firmen wie Hirsch, Greiffenberger oder Tarkett Sommer ihr Geld verdienen - und wie viel? Keine Sorge, das müssen Sie auch nicht. Diese Arbeit nehmen Ihnen die Manager eines SmallCapFonds ab, die für ihre Kunden vorwiegend die Aktien von Gesellschaften mit geringer Börsenkapitalisierung (so die wortgetreue Übersetzung) kaufen.
Der Vorteil: Oft sind die Wachstumschancen von kleinen, innovativen Unternehmen höher als die eines im Laufe der Jahre behäbig gewordenen Konzerns. Das leuchtet ein, denn ein Umsatz lässt sich schneller von 50 auf 100 Millionen Euro steigern als von einer Milliarde auf zwei Milliarden Euro. Das Einsammeln möglichst vieler aussichtsreicher Börsenzwerge war denn auch lange Zeit das Erfolgsgeheimnis eines Highflyers der deutschen Fonds-Szene, des SMH-Special-Fonds 1. Kein anderer deutscher Aktienfonds erzielte in der zweiten Hälfte der Achtzigerjahre ein annähernd gutes Ergebnis wie der Spross des vornehmen Privatbankhauses Schröder Münchmeyer Hengst und Co. aus Frankfurt, das seit 1998 zur schweizerischen UBS gehört.
Die Käufer profitierten nicht nur vom ausgezeichneten Management, sondern auch von der zu jener Zeit allgemein guten Stimmung für deutsche Nebenwerte.

 
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